Abendmahl (Altarbild)

 Das Gemeindehaus: Begegnung für Alt und Jung (Foto rg)

Lebendige Gemeinde

Andachten und Angedachtes!

Unglaublich-Pfingsten 2019
Pfingsten 2019

Unglaublich!!

Liebe Lesende,

da waren sie nun alle zusammengekommen. Und dann das! Unbegreiflich! Was war es? Es fühlte sich an wie ein heftiger Sturm, Feuer war auch mit im Spiel, so heißt es. Und plötzlich sprach jeder in seiner Muttersprache. Was sie am meisten verwunderte war jedoch, dass sie sich trotzdem alle verstanden. Was war da los? Später löste sich das Rätsel, das als Pfingstfest in unser Kirchenjahr einging: Gott hatte den Heiligen Geist auf die Erde ausgegossen, die Kraft, die Menschen im Glauben zusammenführt und sich untereinander verstehen lässt. Diese sich verstehende Gemeinschaft musste oder wollte organisiert sein, so dass dieses Pfingstfest den Geburtstag der Kirche begründete. Hört sich ganz einfach ein.

„Sich verstehen“ oder Kommunikation im weitesten Sinne ist doch alles andere als einfach.

Ich beobachte, dass es oft schwerfällt, die direkte Kommunikation zu wählen, also mein Gegenüber direkt anzusprechen, wenn ich eine Frage habe, anderer Meinung bin oder einfach an Informationen kommen möchte. Einfacher als die Kommunikation „mit“ jemandem hingegen fällt die Kommunikation „über“ jemanden. Das geht dann oft ganz schnell, dass da jemand in eine Schublade gerät, in die er gar nicht hineingehört, und schon steht das Urteil über jemanden fest. Ist das erst mal in der Welt, fällt eine Gegendarstellung schwer.

Manchmal frage ich mich, wann das angefangen hat, dass „sich nicht mehr verstehen“ oder „sich nicht mehr zuhören“, dass das Akzeptieren von anderen Meinungen oder Sichtweisen einschließt.

In der bevorstehenden Urlaubs- und Ferienzeit sind wir auf Reisen wieder herausgefordert, uns auf andere Sprachen einzulassen, uns mit Menschen aus anderen Ländern zu verständigen, andere Traditionen zu erforschen, und Neues zu bestaunen. Möge uns das, was uns in der Ferne gelingt, auch vor Ort hilfreich sein. Gar nicht so einfach, oder doch?

Frohe Pfingsten und eine erholsame Sommerzeit wünscht Ihnen
Ihre Alida Weinert, Pastorin

 

Von Regierungskrisen und Katastrophen ...

Liebe Leserinnen und Leser,

machen Sie sich in letzter Zeit häufiger Sorgen? Grund gäbe es ja genug, wenn man die Nachrichten in letzter Zeit zu Rate zieht. Was müssen wir da nicht alles hören oder lesen.

Regierungskrisen, der drohende Zerfall Europas, die neue nukleare Bedrohung, das Ende des Wirtschaftswachstums, der Terror und natürlich die weiterhin drohende Klimakatastrophe. An schlechten Neuigkeiten herrscht anscheinend kein Mangel. Man könnte meinen, die Welt steht kurz vor dem Untergang, auch wenn das Ende des Mayakalenders ohne größere Verheerungen an uns vorüber gegangen ist.

Ständig hören wir, dass die Uhr tickt. Es gibt sie tatsächlich, die „Doomsday clock“, die Uhr des Jüngsten Tages, die anzeigt, wie kurz wir, nach Berechnungen von Forschern, vor dem Ende der Welt stehen. Es ist tatsächlich fünf vor zwölf, sagen die.

Aber was macht das mit uns, wenn wir uns ständig Sorgen machen wegen der schlechten Nachrichten? Wie heißt es doch: „Angst essen Seele auf!“ Wenn wir unser Leben von den Sorgen bestimmen lassen, dann geht unser Leben über kurz oder lang kaputt. Erst die Seele, dann der Körper. Denn seelischer Stress verwandelt sich in körperlichen Stress und der macht krank.

Doch was haben wir schon, das wir den fortwährenden Hiobsbotschaften entgegensetzen könnten? Was kann uns weiterhin positiv stimmen angesichts dieser Lawine? Was macht uns Hoffnung in einer Welt, die unweigerlich einem dramatischen Ende entgegen zu schlingern scheint?

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Mit diesen Worten von Jesus an seine Jünger endet das Matthäusevangelium. Das gibt Jesus seinen Freunden mit auf den Weg, als er sie losschickt um seine frohe Botschaft in der Welt zu verteilen.

Wohin sie ihr Weg auch führen mag, was auch immer ihnen begegnet an Gutem und Schlechtem, ob sie Erfolg haben oder auch mal Hiobsbotschaften hören müssen: Jesus ist immer bei ihnen und trägt sie durch alles durch. Und er bleibt bei ihnen bis zum Ende, wie auch immer das aussehen wird.

Dass Jesus immer, zu allen Zeiten, auch bei uns ist, daran dürfen wir festhalten. Wie die Zukunft auch sein wird, ob schwere Zeiten auf uns zukommen, oder ob die Menschheit noch einmal die Kurve kriegt: auf Jesus können wir uns heute, morgen und alle Tage verlassen. Er kriegt auf jeden Fall die Kurve!

Ihr Olaf Gieseke

Liebe Leserinnen und Leser,

weil den Banks-Kindern neulich im Kino bei „Mary Poppins Rückkehr“ eine Schale zersprungen war, nimmt Mary sie mit zu ihrer Cousine Topsy. Diese kann alles reparieren, wirklich alles, nur nicht am zweiten Mittwoch eines Monats. Da steht ihre Welt Kopf, alles scheint sich um 180 Grad zu drehen, keine gute Voraussetzung für feine Reparaturen. Natürlich ist es ein zweiter Mittwoch, als Mary Poppins und die Kinder samt zersprungener Schale vor Topsy stehen. Topsy lehnt ab, am zweiten Mittwoch kann sie nicht arbeiten, ist gefangen in ihrer Welt. Das Muster „zweiter Mittwoch“ gleich „nichts geht mehr“ sitzt bei Topsy tief.  Und was macht Mary Poppins? Sie zeigt Topsy und den Kindern, dass es helfen kann, die Perspektive zu wechseln, alle drehen sich also um 180 Grad mit, hängen kopfüber in Topsys Laden und plötzlich ist alles wieder an seinem richtigen Platz. Topsy kann die Reparatur annehmen. 

Das neue Jahr ist nun schon wieder ein paar Wochen alt. Haben Sie sich gute Vorsätze für 2019 vorgenommen? Und merken Sie vielleicht, dass die Umsetzung selbiger doch gar nicht so einfach ist? Sind sie vielleicht schon wieder ins alte Muster zurückgefallen? Mal was anders machen fällt schwer. Irgendwie ist der Mensch doch ein Gewohnheitstier. Hat man es geschafft, dauerhaft die Perspektive zu wechseln, erscheint die Welt wie verändert, obwohl man es selbst war, der etwas anders gemacht hat. Das geht auch nicht an den Liebsten um einen herum spurlos vorbei, auch sie werden durch den Perspektivwechsel anders auf einen reagieren. 

„Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, dass ihr nicht wiederstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.“ (Mt 5, 38f) So sagt es Jesus in der Bergpredigt. Ja, ist der denn verrückt geworden, steht bei dem denn alles Kopf, was einmal gegolten hat? 

Jesus wechselt die Perspektive, dreht mal um 180 Grad, was man sonst getan hätte: sich verteidigen. Er schlägt nicht zu, sondern überwältigt seinen Gegner, indem er etwas Unerwartetes tut, nämlich nichts. Ich stelle mir vor, wie der Gegner verdutzt von seinem Gegenüber ablässt, weil er mit so einer Reaktion nun gar nicht gerechnet hätte. 

Mal was anders machen, sowie den Mut und die Ausdauer, das durchzuhalten, das wünsche ich uns für das Jahr 2019. Es muss ja nichts Großes sein, aber erstaunlich, wie sich die Welt ändert, wenn ich eine kleine Sache an mir verändere. Bei Topsy und bei Jesus hat es funktioniert.  
Ihre Alida Weinert

Olaf Gieseke
Pastor Olaf Gieseke
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 Morgenlicht leuchtet © rgraeger

Morgenlicht leuchtet

Liebe Leser,
ist es ihnen nicht auch schon so ergangen, sie verlassen das Haus, um spazierenzugehen oder eine Runde zu laufen und plötzlich schießt ihnen etwas in den Kopf, das sie die ganze Zeit wie ein Ohrwurm begleitet. Mir ist es heute so ergangen.
Schon kurz vor sieben Uhr bin ich zu einem Morgenlauf unterwegs. Das Ortsschild hatte ich gerade passiert, da drehe ich mich im Morgenlicht um, und es packt mich. Hatten wir nicht genau dieses Bild am Sonntag bei dem Konfirmationsgottesdienst besungen?

„Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt. 

Dank für den Morgen, Dank für das Wort,
dem beides entspringt.“

Schade, mir fällt nur der erste Vers vollständig ein, aber da war doch noch mehr. Ich brauche mich nur umzuschauen, was sehe ich?

Sonnendurchleuchtete Tropfen, ersten Tau, frisches Grün und schönes Blau, …

Ich werde ganz euphorisch, die Strecke - ich bin sie schon viele hundert Male gelaufen - heute sehe ich sie dank Gott am Morgen ganz anders.

„Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz der zu mir aus Eden aufbricht! ...
“ 

Herzlich grüßt Rüdiger Graeger

Eine Andacht von Pastorin Alida Weinert

Liebe Gemeinde,

751 Einwohner leben in Gottesgabe, einem Ort im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Der Name geht wohl auf eine Landstiftung des Grafen von Schwerin an den Dom zu Schwerin zurück, 1282 wird Gottesgabe, damals noch als Davernmor, das erste Mal erwähnt. Und damit kann die Wortspielerei losgehen: Ist dies Fleckchen Erde eine Gabe Gottes im Sinne einer dankbaren Fügung, dass nun dort etwas Neues entstehen kann, oder vielleicht auch etwas ganz anderes? Ich weiß es nicht.
Auf der Durchreise durch Gottesgabe habe ich an der Bushaltestelle angehalten. Dort ist dieses Foto entstanden. „Gottesgabe-Abzweig“ steht auf dem Haltestellenschild.
Irgendwann wird an dieser Haltestelle etwas passieren: Ein Bus wird anhalten, auf den der eine oder andere gewartet hat. Als ich da herumstehe kommt mir ein Gedanke in den Kopf:
Was, wenn auf unserem Weg in der Beziehung mit Gott auch so eine oder mehrere Haltestellen liegen würden, an denen man warten kann, und an denen dann etwas passiert; an der man sich von der Gabe Gottes ein Stück abzweigen kann? Im 8. Psalm heißt es, dass Gott uns Menschen nur wenig niedriger gemacht hat als sich selbst, also wenn das kein Abzweig an der Gottesgabe ist? An Karfreitag erleben wir wieder wie Gott sich selbst in seinem Sohn für uns hingibt am Kreuz, damit wir gerettet sind. Und mit Hinblick auf Ostern und das Wiedererwachen der Natur im Frühling erleben wir, dass die Lust Gottes am Leben groß ist.
An der Haltestelle Gottesgabe kann ich von Zeit zu Zeit anhalten und mir bewusst werden, dass auch mit meinem Leben etwas Gutes passieren soll, auch wenn ich das nicht immer gleich verstehen kann. Denn auch mein Leben ist eine Gabe Gottes, eine Gottesgabe.
Mit diesen losen Gedanken, die gerne weiter-oder ganz anders gedacht werden dürfen, grüße ich Sie und hoffe, dass Sie behütet bleiben.

Ihre Alida Weinert

P.S. Einen allgemeingültigen Fahrplan gibt es für diese Haltestellen natürlich nicht, der ist individuell auf jeden von uns zugeschnitten ;-)

Sprechstunde

Alida Weinert
Pastorin Alida Weinert
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Ina Hische
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Der Gemeindebrief

Der Gemeindebrief wird vom Vorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde Apensen herausgegeben. Er erscheint kostenlos in einer Auflage von 4.700 Stück alle zwei Monate, die an alle Haushalte in der Kirchengemeinde verteilt wird. In der Ausgabe auf der Internetseite werden nur die Artikel veröffentlicht, die keine schutzwürdigen personen-bezogenen Daten enthalten.
Die Redaktion und Gestaltung verantworten Pastorin Alida Weinert, Ina Hische und Monika Bürger.